DMSB-Gala der Meister 2016

Meisterehrung, Jubiläum und der Start in eine neue Ära: Die DMSB-Gala der Meister der Motorport-Saison 2016 schlug im ehrwürdigen Kurhaus in Wiesbaden Mitte Januar eine Brücke zwischen Bewährtem und Neuen. DMSB-Präsidiumsmitglied Dr. Gerd Ennser empfing im festlich geschmückten Friedrich-von-Thiersch-Saal stellvertretend für den an einer Grippe erkrankten DMSB-Präsidenten Hans-Joachim Stuck rund 300 Gäste – darunter als Ehrengäste die DMSB-Ehrenpräsidenten Winfried Urbinger und Hermann Tomczyk. Dr. Ennser vollzog mit der deutschen Motorsport-Familie aber nicht nur den traditionellen Rückblick auf Erfolge und Verdienste des abgeschlossenen Jahres. Gefeiert wurde auch das 20-jährige Bestehen des DMSB, der sich pünktlich zum Jubiläum mit einer Strukturreform neu aufstellte.

„Als Vertretung für unseren Präsidenten hatten wir im Präsidium erst jemanden gesucht, der eine ähnliche Rundenzeit auf der Nordschleife vorzuweisen hat. Da gab es aber niemanden. Dann suchten wir jemanden, der einen ähnlichen Dialekt hat, und die Wahl fiel auf mich“, sagte Dr. Ennser in seiner Begrüßungsrede, in der er aus einer E-Mail von Hans-Joachim Stuck dessen Entschuldigung und die besten Grüße an alle Gäste vorlas. „2017 ist ein besonderes Jahr für den DMSB – und nach 20 Jahren haben wir auch der Meisterehrung eine neue Form gegeben. Zum einen mit der heutigen Gala der Meister aus den prominenteren Serien und dann mit einer Sieger-Matinee in Frankfurt für die Serien, die weniger im Fokus der Öffentlichkeit stehen“, führte Ennser weiter aus, bevor sein Präsidiumskollege Hans-Robert Kreutz die wohl augenscheinlichste Veränderung durch die neue Strukturreform vorstellte.

Offizielle Schlüsselübergabe in der DMSB-Führung
„Wir haben beschlossen, das ganze System auf zwei Schultern zu legen“, sagte Kreuz und gab die Beförderung von Dr. Julia Walter zur Generalsekretärin des DMSB e.V. bekannt. Der bisherige Generalsekretär Christian Schacht konzentriert sich nach zehn Jahren in dieser Position künftig auf seine Aufgaben als Geschäftsführer der Deutschen Motor Sport Wirtschaftsdienst GmbH wird und bleibt auch weiterhin für den Profi-Motorsport zuständig. „Ich kann dir jetzt ganz formal den Schlüssel zur Geschäftsstelle des DMSB übergeben und reiche den Chefsessel mit Freude an dich weiter“, sagte Schacht zur seiner Nachfolgerin und wünschte ihr einen guten Start. „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben und Erlebnisse, und ich weiß, dass ich ein tolles Team habe, aber auch tolle Persönlichkeiten im Vorstand und der Geschäftsführung. Mit denen allen im Rücken fühle ich mich sehr wohl“, sagte Dr. Julia Walter.

DMSB-Glaspokale für die besten Motorradsportler
Nach der Übergabe des DMSB-Umweltpreises an den MSC Grevenbroich und der Vorstellung der neuen DMSB-App begann unter der fachkundigen und humorvollen Moderation von TV-Kommentator und Rennfahrer Patrick Simon der Reigen der Ehrungen, die durch das neue Format der Veranstaltung sehr kurzweilig ausfielen. Die Gruppe 1 der Ausgezeichneten bildeten traditionell die Motorrad-Sportler wie Trial-Europameisterin Theresa Bäuml, Marco Neubert, der erste deutsche Enduro-Europameister seit 13 Jahren, oder Bahnsport-Pilot Tim Wunderer. In Gruppe 2 erhielten die Motorrad-Rundstreckenpiloten ihre DMSB-Glaspokale, unter ihnen der Deutsche Moto3-Meister Dirk Geiger, IDM-Superstock600-Champion Bryan Schouten aus den Niederlanden, der seine Karriere nach 15 Jahren beendet, und IDM-Superbike-Meister Marvin Fritz.

Welt- und Europameister aus dem Automobilsport geehrt
Im ersten Schwung der Vierrad-Fraktion wurden neben Kart- und Autocross-Piloten unter anderem die Deutschen Rallye-Meister Fabian Kreim/Frank Christian, Rallye-Junioren-Europameister Marijan Griebel, die Hersteller-Weltmeister VW (Rallye) und Porsche (WEC) und zum Abschuss seiner Karriere Le-Mans-Sieger und WEC-Champion Marc Lieb geehrt. Da Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg in seiner Heimatstadt nicht dabei sein konnte und Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sich in einer Videobotschaft bedankte, war der Höhepunkt im Saal die Ehrung von Herstellerchampion Audi, vertreten durch Motorsportchef Dieter Gass, sowie der jeweils drei erfolgreichsten Teams und Fahrer aus der DTM. BMW-Pilot Marco Wittmann nahm den Glaspokal für den DTM-Champion wie schon zwei Jahre zuvor persönlich entgegen – und würde gerne auch im nächsten Jahr wiederkommen: „Wenn du Meister bist, willst du natürlich den Titel verteidigen. Ich würde zu einem dritten Titel nicht nein sagen.“

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