Eisspeedway-WM: Krönung für Ivanov in Inzell

Beim Eisspeedway-WM-Finale in Inzell hatten wieder einmal die russischen Piloten die Nase vorn. Daniil Ivanov sicherte sich zum zweiten Mal die WM-Krone. Für „eisige Erfolge“ sorgten vor heimischer Kulisse aber auch die deutschen Eisspeedway-Gladiatoren: Günther Bauer schaffte es trotz einer Verletzung zwei Mal ins Halbfinale, Max Niedermaier und Wildcard-Fahrer Hans Weber glückte dieser Erfolg an jeweils einem Tag.

Eines stand schon vor den finalen WM-Läufen in Inzell fest: Es wird russisch gesprochen werden auf dem WM-Podest. Mit 112 WM-Zählern kam der amtierende Weltmeister und WM-Leader Daniil Ivanov ins Berchtesgadener Land. So richtig ärgern konnten Ivanov nur noch seine Landsleute. Nichtsdestotrotz hatten sich auch die deutschen Starter einiges vorgenommen. Zu den fest ins WM-Feld gehörenden DMSB-Piloten Günther Bauer, Stefan Pletschacher und Max Niedermaier gesellte sich Wildcard-Fahrer Hans Weber. Markus Jell und Franz Mayerbüchler komplettierten als Reservefahrer die schwarz-rot-goldene Riege.

Während an beiden Tagen das russische Quintett Siege, Plätze und Punkte unter sich ausmachte und schon vor den Semifinal-Läufen Ivanovs Titelverteidigung feststand, schlugen sich die deutschen Piloten mehr als beachtlich. Obwohl wegen einer Verletzung noch angeschlagen, schaffte es Günther Bauer in seinem „Wohnzimmer“ an beiden Tagen ins Halbfinale. Auch Max Niedermaier glückte an seinem 26. Geburtstag der Semifinal-Einzug. Zum Publikumsliebling avancierte Hans Weber. Der 29-jährige Sohn des Team-Weltmeisters von 1983, Helmut Weber, beeindruckte an beiden Tagen mit spektakulären Überholmanövern – und seinem Einzug unter die besten Acht beim ersten GP in Inzell. An Tag zwei konnte er diesen Erfolg nicht wiederholen nachdem ihn eine Rille ausbremste und er daraufhin stürzte.

„Wir sind sportlich und wirtschaftlich zufrieden“, zog Robert Weiss, Vorsitzender der DMV-Landesgruppe und „Chef“ der Veranstaltung, Bilanz. Neben DMSB-Präsident Joachim Stuck gaben sich in Inzell auch große Namen aus den Reihen der FIM die Klinke in die Hand und erfreuten sich an einer nahezu perfekten Veranstaltung. Inzell wird sich vorbehaltlich der Entscheidung der Gremien auch 2015 unter die WM-Veranstalter mischen: „Wir wollen auch am 14. und 15. März wieder eine WM in der Max Aicher Arena.“

Eisspeedway-WM
Endstand

1. Daniil Ivanov (RUS) 151
2. Dmitry Koltakov (RUS) 140
3. Dmitri Khomitsevich (RUS) 128
4. Igor Kononov (RUS) 107
5. Sergej Makarov (RUS) 102
6. Stefan Svensson (SWE) 73,
7. Jan Klatovsky, Tschechien, 44
8. Günther Bauer (GER) 40,
9. Stefan Pletschacher (GER) 34
10. Grzegorz Knapp (POL) 31
11. Vitali Khomitsevich (RUS) 30
12. Per Anders Lindström (SWE) 30
13. Antti Aakko (FIN) 28
14. Pavel Chaika (RUS) 27
15. Max Niedermaier (GER) 25
16. René Stellingwerf (NED) 21
17. Hans Weber (GER) 15

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