FIA WEC: Porsche holt GTE-Auftaktsieg

Die Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC startete am 1. Mai in Spa-Francorchamps mit einem ereignisreichen Sechsstundenrennen in die neue Saison. An der Spitze des Feldes setzte sich erwartungsgemäß das Werksteam von Toyota mit Sebastien Buemi, Brendon Hartley und Kazuki Nakajima durch. Sie holten für den in Köln beheimateten Rennstall den ersten Sieg mit dem brandneuen Toyota GR010-Hybrid und schrieben sich damit als erstes Team in die Geschichtsbücher ein, das einen Hypercar-Sieg erzielte. In der GTE-Kategorie war es das Porsche-Werksteam, das in Belgien triumphieren konnte: Kevin Estre (FRA) und Neel Jani (SUI) wurden im Porsche 911 RSR – 19 nach 153 Runden auf der „Ardennen-Achterbahn“ als Fünfzehnte im Gesamtklassement abgewinkt.

Das Porsche-Gespann aus Estre und Jani konnte in Belgien seine Klasse dominieren und holte nach der Pole im Qualifying auch einen unangefochtenen Start-Ziel-Sieg – der zweite in Folge auf dem Ardennenkurs. Im Ziel trennten sie vom zweitplatzierten Ferrari-Team 35 Sekunden. Aufregung gab es dagegen um das Schwesterauto im Porsche-Werksteam. Der von Gianmaria Bruni (ITA) und Richard Lietz (AUT) pilotierte Neunelfer hatte eine Berührung mit einem der Toyota-Hypercars. Die fällige Reparatur gepaart mit ein wenig Rennpech ließ am Ende nicht mehr als Platz fünf zu. Vor dem zweiten Lauf der FIA WEC bei den 8 Stunden von Portimão (11. – 13. Juni) liegen die Porsche-Piloten Estre und Jani in der FIA Langstrecken-WM der GT-Fahrer vor den Ferrari-Piloten Alessandro Pier Giudi (ITA) und James Calado (GBR), die in Belgien Zweite der GTE-Klasse wurden. In der Herstellerwertung führt Porsche (38 Punkte) vor Ferrari.

„Das Rennen war längst nicht so leicht wie es von außen vielleicht ausgesehen hat“, fasste Kévin Estre nach dem Rennen zusammen. Beide Autos hatten Reifenschäden. Für uns bedeutete der vorzeitige Radwechsel, dass wir in einen Boxenstopp-Rhythmus kamen, der eventuell zu einem zusätzlichen Halt hätte führen können. So gesehen hing es am seidenen Faden. Am Ende lief dann doch alles gut, sodass wir als Sieger ins Ziel fahren konnten.“ Kollege Neel Jani freute sich: „Ein Sieg bei meinem GT-Debüt in der FIA WEC – das ist mega. Es konnte nicht besser laufen.“ Auch Pascal Zurlinden, Porsche-Gesamtprojektleiter Werksmotorsport, zog am Ende eine zufriedene Bilanz: „Einen besseren Saisonstart können wir uns kaum wünschen“, sagte er. „Im Qualifying hat der Porsche 911 RSR einen neuen Rundenrekord aufgestellt, im Rennen waren Kévin und Neel unantastbar. Leider hatten die Kollegen in der Startnummer 91 viel Pech. Anhand ihrer Rundenzeiten haben wir aber deutlich gesehen, wie groß das Potenzial unseres Autos ist.“

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