Langbahn Team WM 2014 – Stephan Katt: „Eine Ehre, im Nationalteam zu fahren“

Rekorde sind so eine Sache. Für Stephan Katt, am kommenden Samstag zum siebten Mal Team-WM-Teilnehmer und damit „Dienstältester“ im deutschen Nationalteam, ist es aber weniger die Zahl, die ihm etwas bedeutet: „Nach wie vor ist es für mich jedes Mal aufs Neue eine Ehre, im Nationalteam zu fahren. Auch, wenn es, wie in diesem Jahr, extrem aufwendig ist.“

Am Mittwoch wurden die Maschinen verladen und gemeinsam mit dem Material der Franzosen und der Niederländer im Lkw nach Skandinavien verschickt. Gemeinsam mit Enrico Janoschka, Jörg Tebbe und Youngster Erik Riss will Katt im finnischen Forssa an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen und Platz vier des Jahres 2013 vergessen machen: „Ich gehe mal davon aus, dass es die Niederlande und Deutschland ins Finale schaffen. Und dann wird man sehen.“

An fünf von sechs Titelgewinnen war Katt beteiligt. 2014 hatte der Neuwittenbeker mit einigen technischen Problemen zu kämpfen und startete verhalten in die Einzel-WM. „Ich habe mir selbst Steine in den Weg gelegt“, sagt der 34-Jährige im Rückblick. Und weiter: „Im Endeffekt ist das aber halt auch der Sport – mal stehst du unten, mal im Mittelfeld, mal ganz oben!“ Aufwärts ging es für den Grasbahn-Europameister 2006, 2009 und 2012 wieder beim Grand Prix in Marmande, wo er Platz zwei belegte und dadurch im Gesamtklassement auf Rang fünf vorrückte. Aufwärts ging es auch beim dritten Grand Prix in Eenrum, bei dem Katt am vergangenen Wochenende in seinen beiden Läufen überzeugte – bevor der WM-Lauf wetterbedingt abgesagt und das Ergebnis gestrichen werden musste: „Natürlich habe ich mich geärgert, aber das war einfach höhere Gewalt.“

Ärgern will sich Katt am kommenden Wochenende nicht müssen: „Ich freue mich auf die Herausforderung in Forssa, habe unbändige Lust, dort zu fahren.“ Das Vertrauen von Teammanager Josef Hukelmann ist Katt jedenfalls sicher: „Stephan kann an einem guten Tag alles erreichen. Er ist einer mit großer Erfahrung – und ein absoluter Mannschaftsmensch.“ Dass Katt dieses Mal die Startnummer 23 (und damit den eigentlichen Reservefahrerplatz) zugewiesen bekam, hat für Hukelmann keine Bedeutung: „Wir sind in der komfortablen Situation, dass wir vier Fahrer auf sehr hohem Niveau zur Verfügung haben. Im deutschen Team hat es Tradition, dass alle zum Einsatz kommen. Wer wann wo fährt, entscheiden wir vor Ort und gemeinschaftlich.“

Bei der Team-WM am 23. August dabei sind: Deutschland (Enrico Janoschka, Jörg Tebbe, Erik Riss, Stephan Katt), Großbritannien (Andrew Appleton, Richard Hall, Glen Phillips, David Howe), Niederlande (Jannick de Jong, Dirk Fabriek, Theo Pijper, Henry van der Steen), Frankreich (Stephane Tresarrieu, Mathieu Tresarrieu, Theo Di Palma), Tschechien (Josef Franc, Richard Wolff, Michal Skurla), Finnland (Kauko Nieminen, Jesse Mustonen, Markku Autio, Aarni Heikilä).

Back