Speedway-Bundesliga: Wittstock Wölfe zeigen den Landshut Devils die Zähne

Der AC Landshut Devils trat zum zweiten Auswärtsrennen der aktuellen Bundesliga-Saison auf dem Heidering in Wittstock an. Der Titelverteidiger, vor dem Rennen Tabellendritter, hatte gehofft, an der Dosse bereits die Tür zum Finale aufstoßen zu können. Diese Pläne durchkreuzten aber die Wittstock Wölfe mit einem 48:38-Sieg gegen die Gäste.

„Wir wussten von Anfang an, dass es schwierig werden würde“, so Landshuts Sportleiter Stefan Hofmeister, da sich die Mannschaft aus Wittstock in dieser Saison sehr stark präsentiert und auch bis unter die Haarspitzen motiviert ist, den Finaleinzug zu schaffen.

Die Entscheidung des Rennens, das die Veranstalter im Hinblick auf immer wieder einsetzende Regenschauer im Eiltempo durchzogen, fiel im Prinzip schon in den Heats vier bis sechs. Die ersten drei Läufe waren jeweils mit einem 3:3-Unentschieden ausgegangen – ein Hinweis auf die ausgeglichene Leistungsdichte beider Teams. Dabei holten die Devils die ersten beiden Laufsiege, blieben aber mit dem zweiten Fahrer jeweils ohne Punkte. Sowohl Valentin Grobauer als auch Stephan Katt erwischten einen guten Start, wurden aber im Verlauf der vier Runden nach hinten durchgereicht.

Dann gelang dem Dänen Mads Hansen, der an diesem Abend unheimlich schnell unterwegs war, sowie Steven Mauer, auf seiner Heimbahn ebenfalls top motiviert, in Heat 4 ein 5:1 gegen Martin Smolinski und Sandro Wassermann. Martin Smolinski, nach zwei Stürzen in zwei Wochen noch nicht wieder in Topform, erwischte einen schlechten Start, fand jedoch den richtigen Speed, um noch Attacken auf den Zweitplatzierten zu starten. Diese führten jedoch nicht zum gewünschten Ergebnis. Anschließend legten Routinier Rafal Okoniewski und Mathias Schultz mit demselben Ergebnis gegen Mark Riss und Stephan Katt nach – und schon fanden sich die Devil vor einem Rückstand von acht Punkten.

Der im folgenden Lauf als Joker ans Band geschickte Max Fricke konnte zur Enttäuschung der Devils nicht die volle Punktausbeute einfahren, so dass sie in diesem Lauf nur zwei Punkte auf die Gastgeber gut machen konnten. Das war dann schon so etwas wie eine Vorentscheidung, denn der nächste Lauf mit Mark Riss und Martin Smolinski als Taktische Reserve endete wiederum lediglich 3:3, obwohl er mit einer zeitweisen Führung von Mark Riss vielversprechend begonnen hatte. Danach folgten in den Vorläufen jeweils ausgeglichene Matches, so dass die Devils keine Chance mehr bekamen, ihren Rückstand zu verkürzen.

Vor den beiden Finalläufen stand es damit 40:34 für die Gastgeber. Mit ihrem nahezu perfekten Paarfahren machten es im ersten Finallauf Rafal Okoniewski und Mads Hansen unmöglich für die verfolgenden Devils, ihre Führung noch zu durchbrechen, so dass die Wölfe mit dem 5:1 ihre Führung noch weiter auf zehn Punkte ausbauten. Daran änderte dann ein weiterer unentschiedener zweiter Finallauf nichts mehr, so dass die Landshut Devils sich erstmals in der laufenden Saison mit einem 48:38 geschlagen geben mussten.

„Die Wölfe waren heute einfach die bessere Mannschaft. Unsere Jungs haben dagegengehalten, und auch unser Neuzugang Max Fricke hat die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllt. Doch es hat nicht sollen sein. Auf diesem Niveau entscheiden Nuancen, und wir haben den ein oder anderen Zähler liegen lassen, was uns letztlich den Sieg gekostet hat“, resümiert AC Landshut-Vize Gerald Simbeck.

ERGEBNIS
MSC Wölfe Wittstock – AC Landshut Devils 48:28

MSC Wölfe Wittstock
1 Rafal Okoniewski 12
2 Mads Hansen 11
3 Mathias Schultz 4
4 Kevin Wölbert 14
5 Steven Mauer 7
6 Mirko Wolter 0

AC Landshut Devils
12 Mark Riss 5
13 Valentin Grobauer 3
14 Martin Smolinski 11
15 Stephan Katt 1
16 Sandro Wassermann 5

Weitere Informationen:
www.svg-veranstalter.de > Bundesliga

 

Back