Speedway-Grand-Prix 2019 ohne deutsche Beteiligung

Janusz Kolodziej, Niels Kristian Iversen und Antonio Lindbäck heißen die Qualifikanten für den nächstjährigen Speedway-Grand-Prix. Sie setzten sich bei der FIM Speedway-Grand-Prix-Challenge am letzten Juli-Wochenende gegen die Konkurrenz aus insgesamt acht Nationen durch. Die DMSB-Piloten Martin Smolinski und Kevin Wölbert schieden in Landshut mit acht und fünf Punkten als Achter und 14. aus, sodass das höchste Prädikat im Speedwaysport – vorbehaltlich der Vergabe der Wildcards – erneut ohne deutsche Beteiligung über die Bühne gehen wird.

16 Fahrer von denen nur drei davon weiterkommen: Viel darf bei der Challenge nicht passieren für denjenigen, der diese Hürde bewältigen will. Der Lohn aber ist überaus attraktiv und besteht in der Qualifikation für den diesjährigen Grand Prix. Denn für ihn werden hier die Startplätze als fixer und dauerhafter Grand-Prix-Pilot vergeben – neben den acht Besten des Grand Prix plus vier noch zu benennenden Wildcard-Fahrern. Der 16. Platz ist für jene Nation reserviert, in der die entsprechende Veranstaltung ausgetragen wird.

Martin Smolinski, in Landshut mit der (deutschen) Veranstalter-Wildcard ausgestattet, begann in der One-Solar-Arena mit einem Laufsieg, musste danach mit zwei dritten und einem vierten Platz vorliebnehmen und schaffte in seinem letzten Rennen – gegen Gesamtsieger Janusz Kolodziej – nochmals einen Sieg. Am Ende trennten ihn zwei Punkte von einem Stechen für den dritten GP-Startplatz. „Auf meiner Heimbahn hätte ich mehr bringen müssen“, zog der 33-jährige Olchinger Bilanz, der 2014 schon eine komplette GP-Saison bestritt.

Für die Challenge qualifiziert hatte sich Kevin Wölbert. Der 29-Jährige aus Heidhof startete mit einem vierten Platz in den Wettbewerb, legte dann mit zwei zweiten Plätzen nach. Ein Pünktchen aus den beiden restlichen Vorläufen genügte dann allerdings nicht, um auch nur noch den Hauch einer Chance zu haben. Auch Wölbert musste die Segel streichen.

Eng wurde es noch für Antonio Lindbäck, der nach fünf Vorläufen punktgleich mit Craig Cook lag und mit dem Briten ins Stechen musste. Ausgangs der zweiten Kurve zog der Schwede in der zweiten Runde am bis dato Führenden vorbei – und sicherte sich seinerseits die WM-Karte für 2019. Der Gesamtsieg des Polen Janusz Kolodziej darf hingegen als Überraschung gewertet werden. Der 34-Jährige hat bislang eine Saison im Speedway-Grand-Prix hinter sich. 2011 wurde er 14. in der WM. Mit Iversen und Lindbäck (33) stehen zwei ehemalige Grand-Prix-Permanentstarter im GP 2019, die ein Schicksal eint: Beide wurden bei der diesjährigen Vergabe der Permanent-Wildcard nicht berücksichtigt. Nun können sie sich im kommenden Jahr erneut beweisen.

Ergebnis Speedway-Grand-Prix-Challenge:
1. Janusz Kolodziej, PL – 12 Punkte
2. Niels Kristian Iversen, DK – 11 Punkte
3. Antonio Lindbäck, S, 10 Punkte plus Sieg im Stechen

Nicht qualifiziert:
4. Craig Cook, GB – 10 Punkte
5. Robert Lambert, GB – 9 Punkte
6. Piotr Pawlicki, PL – 8 Punkte
7. Max Fricke, AUS – 8 Punkte
8. Martin Smolinski, D – 8 Punkte
9. Jack Holder, AUS – 8 Punkte
10. Kenneth Bjerre, DK – 7 Punkte
11. Vaclav Milik, CZ – 7 Punkte
12. David Bellego, F – 7 Punkte
13. Hans Andersen, DK – 6 Punkte
14. Kevin Wölbert, D – 5 Punkte
15. Matej Zagar, SLO – 2 Punkte
16. Max Dilger, D – 1 Punkte
17. Valentin Grobauer, D – 0 Punkte
18. Krzysztof Kasprzak, PL – 0 Punkte

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