Speedway: Martin Smolinski gewinnt Grand Prix in Neuseeland

Sensationeller Erfolg: Martin Smolinski hat den ersten Speedway-Grand-Prix der Saison 2014 in Auckland (Neuseeland) gewonnen. Damit schrieb er ein Stück Motorsportgeschichte. Denn der Olchinger ist der erste permanente Grand-Prix-Fahrer aus Deutschland und nach seinem jüngsten Triumph der erste deutsche Grand-Prix-Sieger. Nach dem Weltmeistertitel von Egon Müller 1983 ist das sicherlich der größte Erfolg eines deutschen Speedwaypiloten. „Hammer, Hammer, Hammer: Ich bin einfach nur geflasht“, sagte Martin Smolinski. „Es ist ein Traum, ein Auftakt wie er besser nicht hätte sein können.“

Als Außenseiter und ohne großen Druck ging Smolinski in seinen ersten Grand-Prix und überraschte auf Anhieb die gesamte Speedwaywelt. Er  zeigte eine fabelhafte Leistung auf der für ihn komplett unbekannten Bahn in Auckland. Mit insgesamt zehn von 15 möglichen Punkten sorgte Smolinski bereits in den Vorläufen für Aufsehen und zog ins Halbfinale des Neuseeland-GP ein, in dem die besten acht Fahrer des Tages die vier Tagesfinalisten ermittelten. Mit einem zweiten Rang hinter dem Polen Krysztof Kasprzak zog Smolinski dann sogar ins Finale der Tagesbesten ein, und hier sollte die unglaubliche Geschichte ihren Lauf nehmen.

Als Letzter musste sich Smolinski mit einem schlechten Startplatz begnügen und von der Außenbahn ins Rennen gehen. Nach dem Start gingen Nicki Pedersen (Dänemark), Krysztof Kasprzak (Polen) und Fredrik Lindgren in Führung. Smolinski hatte das gesamte Feld vor sich. Nachdem der Bayer zwei Runden hinter den Führenden hergefahren war, ohne jedoch abgeschlagen zu sein, konnte er in der dritten Runde eine Attacke auf den Dritten Fredrik Lindgren starten und den dritten Platz ergattern. In der letzten Runde setzte Smolinski alles auf eine Karte: Er griff die beiden Führenden innen an und konnte sich in seiner unnachahmlichen Art an die Spitze setzen und als Erster die Ziellinie kreuzen. Und damit wurde ein Motorsportmärchen wahr.

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